Fahrerlaubnis der Klasse A1

Die Klasse A1 berechtigt zum Führen von Leichtkrafträdern, im Volksmund auch gerne „125er“ genannt.

Definition gemäß § 6 FeV (Fahrerlaubnisverordnung):

Krafträder der Klasse A mit einem Hubraum von nicht mehr als 125 cm3 und einer Nennleistung von nicht mehr als 11 kW (Leichtkrafträder) und einem Verhältnis von Leistung/Leergewicht von maximal 0,1 kwkg.
Dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h und mit einer Motorleistung bis 15 kW oder einen Hubraum von über 50 cm3 bei Verbrennungsmotoren.

Mindestalter gemäß § 10 FeV:

16 Jahre

Voraussetzungen für die Erteilung:

  • Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland
  • Amtlicher Nachweis über Ort und Tag der Geburt (Personalausweis, Reisepass, Aufenthaltsgenehmigung)
  • Sehtest von einer amtlich anerkannten Sehteststelle
  • Nachweis über die Teilnahme an einer Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen oder in Erster Hilfe
  • Lichtbild gemäß Passverordnung (biometrisches Lichtbild)
  • Abgeschlossene Ausbildung in Theorie
  • Abgeschlossene praktische Fahrausbildung inklusive der geforderten Sonderfahrten
  • Prüfung in Theorie und Praxis

Wissenswertes:

Mit dem Erwerb der Fahrerlaubnisklasse A1 beginnt bereits die Probezeit. Das heißt, wenn die Klasse A1 mit 16 Jahren erworben wird, ist die Probezeit mit 18 Jahren bereits abgelaufen. Außerdem berechtigt die Fahrerlaubnis der Klasse A1 auch zum Führen von Fahrzeugen der Klasse M.
Mit der Klasse A1 dürfen auch die so genannten "Kleinkrafträder alter Art", also Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 ccm und einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h gefahren werden. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug vor dem 31.12.1983 erstmals zugelassen wurde.

 

Sonderfahrten Klasse A1

Überland

Autobahn

Dunkelfahrt

bei Ersterwerb

5

4

3

bei Erweiterung von einer anderen Klasse

5

4

3

Dauer der Fahrprüfung

45 Minuten